Besuch Energiezentrale Forsthaus – 1.11.18

Ein Bericht von Bernhard Siegenthaler:

Am Donnerstag, 1. November besammelten sich 16 Mitglieder der RWG solar teils in Wengi, teils direkt bei der Energiezentrale Forsthaus, um dieser einen Besuch abzustatten. Die Erwartungen waren hoch und wurden nicht enttäuscht: Herr Hegi, unser Guide, wusste interessant zu berichten und man merkte, dass er selbst von „seinem“ Unternehmen überzeugt war. Mich beeindruckten vor allem folgende Punkte:

  • Das EWB will bis 2039 vollständig aus der Kernenergie aussteigen. Die Stromproduktion in der Energiezentrale Forsthaus erlaubt ihnen, die Anteile des EWBs am Kernkraftwerk Fessenheim abzustoßen.
  • Die Energiezentrale ist ein hocheffizienter Bau, der möglich macht, dass aus Abfall umweltfreundliche Energie entsteht. (CO2 – Ausstoß für die Berner Stromversorgung ist um 57’000 Tonnen pro Jahr gesunken!)
  • Dank der Kombination von Abfall, Holzschnitzel und Gas kann die Energiezentrale die Schwankungen ausgleichen, die sowohl bei der unterschiedlichen Abfallanlieferung als auch beim Verbrauch von Energie bestehen.
  • Die Energiezentrale beliefert die Stadt Bern mit 2 Arten von Energie: Elektrizität (ein Drittel des städtischen Strombedarfs) und Fernwärme (12% des Wärmebedarfs)
  • Schließlich gefiel mir die Ästhetik des Baus: Der Betonkoloss, der einem riesigen Schiff gleiche (konnte ich zwar nicht unbedingt nachempfinden, aber das Gebäude gefiel mir trotzdem) und die Kunst am Bau. Der lange Gang war mit unterschiedlichen Formen angemalt, die bald grösser bald kleiner wirkten, aber alle die gleiche Fläche beinhalten, was den Energieerhaltungssatz schön spiegelt.
  • Auch bei der besten Wiederverwertung bleibt am Schluss eine Restmenge von Abfall übrig, die – enorm verdichtet – in der Deponie Teuftal abgelagert werden muss.

Der Rundgang führte den verschiedenen Turbinen entlang zur Betriebszentrale mit Ausblick auf die zahlreichen Computer auf der einen Seite und dem Blick auf das große Silo auf der andern Seite, wo der Abfall entgegengenommen und von einem Kranführer der Verbrennung zugeführt wird. Danach betraten wir die eigentliche Fabrik mit Blick auf die Öfen und einem abschließenden Besuch des 65 Meter hohen Turmes. Den Abend beschlossen die meisten Teilnehmer mit einem guten Znacht im Casa d’Italia.

Lesen die den ganzen Bericht als PDF Download (Besuchsbericht Energiezentrale Forsthaus 1.11.18)

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